The Second Death of Locke – V. L. Bovalino
Eine Welt, in der die Magie fast verschwunden ist. Ein nicht enden wollender Krieg. Nur eine Person, die die Magie wiederherstellen kann.
Vor sechzehn Jahren wurde die Insel Locke vollständig zerstört und mit ihr die Quelle für die Magie. Nur eine Person kann die Magie wiederherstellen – der Erbe oder die Erbin von Locke.
Grey kennt Kier schon ihr ganzes Leben und dient als seine Hand, seine magische Quelle, in der Armee Scaela’s. Als den beiden ein mysteriöser Auftrag zugewiesen wird, sind sie dazu gezwungen, sich auf eine gefährliche Reise zu begeben. Von den anderen Nationen des Kontinents verfolgt, sehen sie sich Mysterien und tödlichen Situationen gegenüber. Dazu kommt auch noch die wachsende Anziehung, die Grey Kier gegenüber verspürt. Kann Grey diesen letzten riskanten Auftrag überleben und währenddessen ihr Herz beschützen?
Das Buch besitzt meiner Meinung nach ein starkes Konzept, das sehr gut ausgearbeitet ist. Die Autorin hat eine Welt und ein Magie-System geschaffen, in das man beim Lesen geradezu eingesogen wird. Besonders der Schreibstil ist mir positiv aufgefallen. Gerade emotionale und schockierende Szenen hinterlassen einen sehr bleibenden Eindruck und haben mich extrem berührt. Dazu kommt eine äußerst packende Handlung, die sich in einem sehr angenehmen Tempo bewegt. Immer wieder gab es Enthüllungen, die den Handlungsfluss weiter angetrieben, den Leser erneut gepackt und so das Spinnen neuer Theorien angefeuert haben.
The Second Death of Locke ist keine Romantasy sondern eher eine Romantic Fantasy. Wer also erwartet, dass das Buch sich um die Liebesgeschichte zwischen Grey und Kier dreht, wird in der Hinsicht enttäuscht werden, da diese eher eine Nebenhandlung ist. Die Beziehung zwischen Grey und Kier sowie mit den anderen Charakteren ist trotzdem mitreißend. Das Buch hat einen sehr tollen Found Family-Aspekt, der das Herz erwärmt.
Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist die Diversität in dem Buch. So ist beispielsweise einer der Charaktere trans und einige der Figuren bi- und pan-sexuell. Die Handhabung dieser Diversität finde ich besonders bemerkenswert, da sie sehr normalisiert wirkt und eher beiläufig erwähnt wird.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch ein Muss für Fantasy-Fans ist, die eine handlungsfokussierte Geschichte lesen wollen.


